Ausrüstungsberatung Klettersteig

Beim Klettersteiggehen passieren mehr Unfälle als beim Sportklettern. Neben der Unerfahrenheit vieler Sportler ist oft auch das falsche Equipment ausschlaggebend. Eine gute Basis legt man mit solidem Schuhwerk und einer robusten Outdoorjacke. Ein Klettergurt mit Klettersteigset sorgt für die Sicherheit; und wenn Kinder oder Ungeübte dabei sind, hilft noch ein Sicherungsset zum Nachsichern. Thomas Böttinger aus der Globetrotter Filiale Köln erklärt dir, was außerdem nötig ist.

Der Schuh:
Grundlage jeder guten Ausrüstung ist der Schuh. Er sollte leicht und wasserfest sein, einen knöchelhohen Schaft haben und eine hohe Torsionssteifigkeit. Zusätzlich braucht er eine gute Profilsohle und sollte zumindest bedingt steigeisenfest sein. Eine gute Dämpfungszone und die richtige Größe sorgen zusätzlich für einen komfortablen und sicheren Abstieg.

Das Klettersteigset:
Das Klettersteigset ist ein unumgängliches Ausrüstungsstück und stellt die Lebensversicherung im Klettersteig dar. Ein modernes Set ist leicht in der Handhabung und wird über eine vernähte Schlaufe mittels Ankerstich am Gurt fixiert. In der Regel ist es mit einem Falldämpfer versehen, der die Sturzenergie absorbiert. An den mit dem Falldämpfer verbundenen Bändern sind an beiden Enden Karabiner vernäht, die sich nur über Verriegelungsmechanismen öffnen lassen.

Die Handschuhe:
Handschuhe sind sehr empfehlenswert. Sie verhindern Blasenbildung und schützen vor Verletzungen, z.B. an aufgespleißten Drahtseilen des Klettersteiges. Die speziellen Kletterstieghandschuhe sollten eher weich sein und nicht zu eng sitzen. Ist der Schnitt zu eng ermüden die Finger schneller.

Die Jacke:
Eine Outdoorjacke in den Bergen sollte wind- und wasserdicht sein. Das ist wichtig, denn bei Klettersteigen im alpinem Gelände ist vermehrt mit drastischen Wetterumschwüngen zu rechnen. Die Jacke sollte möglichst leicht und klein verpackbar und stabil genug sein, da es häufig zu vermehrtem Felskontakt kommt. Der Schnitt sollte so sein, dass die Jacke nicht nach oben rutscht, wenn die Arme angehoben werden. Eine eher auffällige Farbe kann im Notfall hilfreich sein.

Steigeisen:
Falls beim Zu- und Abstieg Schneefelder oder Gletscher überquert werden müssen, sind Steigeisen unumgänglich. Sie verhindern ein Wegrutschen in Schnee und Eis. Steigeisen sollten vor der Tour an den Schuh angepasst werden. Sie sollte am besten gut erreichbar am oder im Rucksack untergebracht werden.

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