Portrait: Ines Papert

„In Norwegen ist wesentlich weniger erschlossen als in den Alpen“, schwärmt Eiskletterstar Ines Papert. In den Regionen Hemsedal und Lardal westlich von Oslo will sie zusammen mit Weltmeister Harald Berger die längsten Wasserfälle der Welt erstbegehen.

Sie ist die Königin der deutschen Kletterzunft: Ines Papert ist in bizarren Eiswänden, in Spalten und Eisbrettern einsame Spitze. Dabei ist Eisklettern gefährlich. Finger, die man vor Kälte und Schmerzen kaum mehr bewegen kann, gehören genauso dazu wie Eisklumpen, die auf Kopf und Schultern herabfallen. Nur 5 bis 10 Prozent der Eiskletter-Sportler sind deshalb Frauen. Die erfolgreichste ist Ines Papert. Im Frühjahr 2006 war sie mit dem österreichischen Eiskletterweltmeister auf Erstbegehungstour in Norwegen unterwegs. Denn Norwegen ist für Eiskletterer ein Paradies und noch immer ein Geheimtipp: bis zu 600 m hohe Eisfälle warten darauf, von den Kletterstars bezwungen zu werden.
Am Mittwoch, den 20.12.2006, verunglückte Harald Berger beim Eisklettern tödlich. Seine Tochter Zoe erblickte am Donnerstag, den 21.12.2006 um 0.33 Uhr in Hallein das Licht der Welt.

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