Jack Wolfskin - project rebound

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In Uganda herrscht seit über 20 Jahren Krieg. Mehr als 35.000 Kinder wurden entführt und zu Kindersoldaten gemacht. Das „project rebound“ von Jack Wolfskin und „World Vision“ versucht die Lebenssituation der ehemaligen Kindersoldaten in dem zerstörten Land zu verbessern.

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Während sich im Süden des Landes die Lage langsam entspannt, hat vor allem der Norden noch unter den Folgen des Krieges zu leiden. Obwohl seit 2006 Friedensverhandlungen laufen, können viele Bewohner nicht in ihre Dörfer zurückkehren. Sie leben in Flüchtlingslagern. Seit über 20 Jahren ist der Krieg ist hier kein Ausnahme- sondern ein Dauerzustand. Obwohl das Land in den 1950er Jahren systematisch demokratisiert wurde und 1962 schließlich seine Unabhängigkeit von den englischen Kolonialherren erklärte, hat es dort immer wieder Diktaturen und Bürgerkrieg gegeben. Die Ursachen für den heute noch anhaltenden Konflikt liegen viele Jahre zurück.

Ugandas erste Premierminister Milton Obote, dessen brutaler Regierungsstil schon in den 60er Jahren zu einer Entfremdung zwischen ihm und der Bevölkerung geführt hatte, kam im September 1980 unter umstrittenen Umständen wieder an die Macht. Während seiner Amtszeit herrschten Terror und Folter. Politische Morde und die Verfolgung ganzer Volksgruppen waren an der Tagesordnung. Der jetzige Staatschef Yoweri Museveni begann daraufhin mit einer kleinen Rebellenarmee einen erfolgreichen Guerillakrieg und lenkte die Politik in geregelte Bahnen. Museveni wurde zweimal wiedergewählt und hat mittlerweile schon seine dritte Amtszeit inne.

Trotzdem kehrt keine Ruhe in Uganda ein. Joseph Kony, der Anführer der LRA („Lord’s Resistance Army“) kämpft seit 1987 gegen die Regierung Ugandas. Er möchte das Land in einen christlich-theokratischen Staat umwandeln. Kony wird vom internationalen Strafgerichtshof in Den Haag als Kriegsverbrecher gesucht, weil er für seinen Krieg rund 35.000 Kindersoldaten rekrutierte. Fast seine gesamte Armee besteht aus entführten Kindern, die jüngsten sind acht Jahre alt. Konys Krieg richtet sich nicht nur gegen die bestehende Regierung. Es ist vor allem ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung. Im Distrikt Pader, im Norden des Landes, fand der Rebellenführer keine Unterstützung für seinen Kampf gegen Museveni. Aus Rache ließ er hunderte von Dörfern überfallen und Kinder entführen.

Der Krieg hat die Dörfer verwüstet und die große Teile der Infrastruktur zerstört. In den Flüchtlingslagern herrscht Mangelernährung. Die Menschen drängt es zurück in ihre eigenen Dörfer, doch ihre Zukunft ist ungewiss. Das Durchschnittseinkommen liegt bei einem Dollar pro Tag und reicht daher kaum, um eine Familie zu ernähren. Das „project rebound“ versucht, die Menschen im Bezirk Pader beim Wiederaufbau ihres Landes zu unterstützen. Viele Kinder, die jahrelang als Kindersoldaten missbraucht wurden, haben nie eine Schule besucht oder ein Ausbildung erhalten. Durch das „project rebound“ erhalten sie eine neue Chance die Kriegserlebnisse zu verarbeiten und ihr Leben selbstständig zu meistern.

Das Projekt wurde von Jack Wolfskin in enger Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation World Vision ins Leben gerufen.

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